EIN BISSCHEN FAMILIÄRES

In der Geschichte „Glück und Glas" haben Sie, liebe Leser, bis zum Jahr 1947 das Leben und das berufliche Wirken, teils auch ehrenamtliche Tätigkeiten der Familie Kögel verfolgen können. Beim Fest zum zweihundertjährigen Bestehen waren die Gebrüder Albert und Paul gemeinsam Inhaber des Betriebs, den sie sich gegen Ende der zwanziger Jahre an der Stuttgarter Straße aufgebaut hatten. Albert Kögel war Witwer, seit seine Frau Marie, die ihm 5 Kinder schenkte, 1938 gestorben war. Das Mädchen Emilie, die Mittlere von dreien, starb im jugendlichen Alter von 25 Jahren. Johanna, die Älteste lebte, weil noch nicht verheiratet, in der Familie. Die Jüngste, Martha, war verheiratet in Güglingen. Gerhard, der Ältere Sohn, ein hoffnungsvoller Nachwuchsglaser, der schon als Kammersieger im Berufswettkampf 1937 handwerkliche Erfolge erzielt hatte, war im Oktober 1944 vor Libau, in Lettland gefallen.

Der jüngere Sohn Hermann kehrte 1945 von der Gefangenschaft nach Kriegsende zurück und trat in den Betrieb ein. Er legte 1953 die Meisterprüfung im Glaserhandwerk ab. Im Februar 1955 heiratete er Elfriede Berger, die Tochter des renommierten Fuhrunternehmers und Händlers für Landwirtschaftsprodukte, Ernst Berger und seiner Frau Rosa. Aus dieser Ehe entstammen die Töchter Sybille, Diane und Annette.

Paul Kögel hatte mit seiner Frau Käthe eine Tochter, Anneliese, deren Mann höherer Beamter war und nicht in den Betrieb eintrat.

Hermann Kögel mit Tochter Sybille und Schwiegersohn Raimund Streicher.

Firma Fensterbau Kögel

So kam Hermann Kögel, als sein Vater Albert 1956 starb, zur Nachfolge in der Teilhaberschaft am Betrieb an der Seite seines Patenonkels Paul. Als dieser 1969 aus der Firma schied, wurde Hermann Alleininhaber. Paul Kugel starb 1965 und seine Frau Käthe 1969. Im Oktober 1981 heiratete die Älteste der drei Töchter, Sybille, Raimund Streicher. Dieser trat in den Betrieb ein, und die Nachfolge war hiermit gesichert. Er absolvierte 1985 mit Erfolg seine Prüfung als Glasermeister und ist seit 1993 Geschäftsführer der Firma, die im Januar 1980 in eine GmbH ungewandelt wurde. Die Hoffnung für die spätere Weiterführung des Betriebs setzt man nun auf den 1983 geborenen Sohn Peter von Sybille und Raimund Streicher.


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